Hollzpelletheizung: so werden sie also genannt, danach müssen wir suchen. Kein Problem, wir haben ja Zeit. Im November 2006 besuchen wir erst mal die Messe Heim + Handwerk in München und begegnen den ersten Heilbringern, von denen uns noch viele über den Weg laufen sollten. Jeder hat den besten Brenner, das beste Konzept, den höchsten Wirkungsgrad!
Ihren verkäuferischen Wirkungsgrad stellten Sie mit zahlreichen Skizzen auf Schmierblättern unter Beweis, die bei uns zuhause schnell in einem chaotischen Ordner verschwinden. Bisher haben wir nicht den Eindruck, dass sich jemand für uns interessiert. Immerhin besuchen uns mehrere der Berater später zu Hause und sind beeindruckt von der Größe unseres Grundstücks.
Und dann ist da ein sympathischer, junger Mann, der einen Handwerksbetrieb im Münchener Süden leitet, spezialisiert auf Heizung mit alternativen Technologien. Wenn er über die Möglichkeiten spricht, unser Haus mit einer
Holzpelletheizung zu revolutionieren, leuchtet er von innen. Zum ersten Mal fühlen wir uns ernst genommen.
Der junge Mann fragt uns dann nach der Ausrichtung unseres Hauses - es ist bereits dunkel. Warum er das wissen will, erwidern wir. "Sie haben ein so großes Dach. Da müssen Sie doch eigentlich die Holzpelletheizung mit einer
Solarthermie unterstützen", antwortet er, "das wird sogar von der
KfW gefördert."
Er erklärt uns die Unterschiede zwischen Photovoltaik und Solarthermie. Und ja, wir sind schnell überzeugt, künftig unser Heißwasser zumindest teilweise mit Solarthermie produzieren zu müssen. "Mit dem Heißwasser, das Sie gewinnen, können Sie bis zu 20 Prozent Energiekosten sparen. Im Sommer schalten Sie den Brenner komplett ab." Das hört sich gut an.
Ist eine Holzpelletheizung eine sinnvolle Investition?
Aber ist die Versorgung mit Pellets wirklich gewährleistet und kostet das Heizen mit denen nicht viel mehr? Sind die Brenner wirklich so ausgereift, dass sie störungsfrei laufen und müssen wir die Heizungsanlage nicht täglich säubern, wie man das von Holzofen kennt? Das sind eine Menge Fragen, auf die der junge Fachmann gute Antworten hat. Seine Grafik beweist, dass sich die Investition innerhalb von zehn Jahren durch die Einsparungen amortisiert, die wir gegenüber den Heizölkosten haben würden. Das hört sich wirklich gut an!
Andererseits: Mein Bruder hat gerade einen Holzofen in der Küche an das Zentralheizungssystem angeschlossen und die Wärme in seiner Küche ist wirklich heimelig. Das Knacken im Ofen und das Brummen und wenn die Wärme dann in Wellen über einen kommt... Aber mein Bruder ist ein Freak und die Holzschlepperei wollen meine Frau und ich uns dann doch nicht antun. Zumal in München das Brennholz schwierig zu beschaffen ist. Also bitten wir den jungen Mann, uns ein Angebot zuzusenden.
Wie uns das Angebot gefällt, erfahren Sie in meinem nächsten Blog Post. Wenn Ihnen meine Geschichte gefällt, hinterlassen Sie einen Kommentar. Oder Sie senden mir Ihre Erfahrungen per E-Mail.